Tägliches Ärgernis Presseschau

Gehören Sie auch zu den Menschen, die regelmäßig eine „Presseschau“ im Radio hören? Ich höre nahezu jeden Morgen diese „Quotes“ beim Deutschlandfunk (DLF) und beim SWR. Dabei stört mich schon viele Jahre die einseitige Bevorzugung bestimmter Medien. Und wenn es stimmt, daß sechzig (!) Prozent der Führungskräfte unseres Landes um 7.05 Uhr morgens die Presseschau des DLF hören, wird es bedenklich.

Der Reihe nach: Deutschland ist immer noch reich an (Print-)Medien. Ob es ein Vergnügen ist, täglich den politischen Teil unserer Zeitungen zu lesen, steht auf einem anderen Blatt. Nicht zu vergessen, daß viele Tageszeitungen zu ganz bestimmten Pools gehören, allein jede Zehnte Tagespostille gehört zum SPD-Umfeld. Und getreu dem rheinischen Klüngel-Motto „man kennt sich, man versteht sich, man hilft sich“ unterstützen sich die linken Genossen gegenseitig – im Kampf „gegen rechts“, versteht sich.

Zurück zur Presseschau: Es ist schon interessant zu sehen, welche Medien da zu Wort kommen. Als unbescholtener, unbedarfter Bürger könnte man meinen, daß eine Zeitung nach ihrer Auflagenhöhe bzw. Reichweite berücksichtigt wird. Mitnichten! Auffallend ist die Bevorzugung linker Gazetten. Offensichtlich nach der Devise „gemeinsam werden wir es schaffen“ werden in den Presseschauen mit Vorliebe diejenigen Postillen zitiert, die einen gemeinsamen (linken) Geist vertreten. Konservativ-liberale Druckwerke sind eher selten und schnell erkennbar als Alibi-Quotes. Dazu gehört die FAZ, weil man an ihr wegen ihrer internationalen Bedeutung nicht vorbeikommt. Aber schon bei der WELT wird es dünn, sie wird selten zitiert. Ganz gewiß geht es bei den Presseschauen nicht nach der Auflagenhöhe. Ausgerechnet die mickrigsten Blättchen wie Frankfurter Rundschau oder TAZ (Tageszeitung Berlin) werden am häufigsten zitiert. Um die Dimension zu verdeutlichen, hier ein paar Auflagen-Beispiele:
FAZ 353.000
BILD 2.500.000
Süddtsch. Zeitg. 411.000
Hamburger Abendbl. 203.000
Handelsblatt 138.000
HNA 216.000
Kölner Stadtanz. 222.000
Rhein-Zeitung Kobl. 202.000
Sächsische Zeitg. 252.000
WELT 170.000
WAZ 373.000
Neue Westfäl. 243.000
Südwestpresse Ulm 298.000
Frankfurter Rundschau 75.000 (Vorankündigung des Verlages)
TAZ 56.000

Dies sind nur ein paar Beispiele. Sie zeigen aber, welchen Auflagen-Stellenwert meine Lieblingszeitungen Frankfurter Rundschau (FR) und TAZ haben – nämlich keinen.

Kein Tag ohne FR (Frankf. Rundschau)
Das hindert aber die geneigte öffentlich-rechtliche Journaille überhaupt nicht daran, nahezu täglich diese beiden Schrumpf-Medien den erstaunten Hörern als meinungsbildende Druckwerke ans Ohr zu drücken. Kaum ein Tag vergeht ohne Zitate von Artikeln aus FR oder TAZ – unter unglaublicher Umgehung der wahren Auflagenverhältnisse dieser Zunft.
Die Übersicht über die letzten acht Tage Presseschau – allein im DLF (jeweils 7.o5 Uhr) – möge dies belegen:

19.04. FR
20.04. FR
22.04. FR (1. Platz), TAZ
23.04. FR (1. Platz)
24.04. TAZ (1. Platz), FR (2. Platz)
25.04. FR (1. Platz)
26.04. FR
27.04. FR

Und diese beiden seit langem vom Siechtum bedrohten Käseblätter FR und TAZ bestimmen seit Jahren die politische Meinungsbildung der deutschen Führungselite?!

So wird deutlich, daß mindestens Zweidrittel der Medienschaffenden linksgestrickt sind und „bürgerliche“ Redakteure kaum gehört werden. Nach einer Studie des Allensbacher Demoskopie-Institutes sind rd. 75 Prozent der deutschen Journalisten links oder grün/rot, ganze acht Prozent bekennen sich zu einer Unions-freundlichen Grundhaltung. Die Ursache dieser Entwicklung dürfte am ehesten an der „68er Gehirnwäsche“ liegen, die nicht nur die Politik, sondern vor allem auch den gesamten Bildungsbereich erreicht hat – bis hin zu den Kindergärten.

Und da schließt sich der Kreis: Die Grünen – und erst recht ihre Urväter aus der APO – haben uns seit 41 Jahren systematisch beigebracht, daß das Schlimmste, was es auf der Welt gibt, „der Deutsche“ als solcher ist. Und schon werden am laufenden Band Angstszenarien – vor einem „Wiedererwachen“ der Deutschen und der „Gefahr von rechts“ – gestrickt. (Übrigens, linke Deutsche sind natürlich von dieser Gefahr ausgenommen, werden also geschont.) Die Strategie dahinter: Menschen, die Angst haben, sind für alles empfänglich, was ihnen Heil bringt. Und so wagt niemand mehr, gegen die links-grünen Heilslehren vom Klimawandel, von Energiewende, von Bio, von Multikulti, von fleischlos etc. anzukämpfen. Er würde gnadenlos von dieser Meinungs-Journaille niedergemacht. Das riecht alles brenzlig nach einer neuen, links-totalitären Strategie. Deren wesentliche Elemente im journalistischen Unterstützungseinsatz lauten:
– Verächtlichmachung des (bürgerlichen) Gegners
– Unterstellen einer extremistischen, zumindest aber rechtslastigen Denkstruktur
– Persönliche Diffamierung
– Verniedlichung und Verharmlosung linker Taten
– Totschweigen
usw. Die einzelnen Elemente ließen sich beliebig fortschreiben. Begleitet wird das Ganze noch durch mangelnde Sach- oder Fachkenntnisse und durch ein höchst fehlerhaftes Deutsch. Man schaue sich nur mal kritisch die Texte einzelner Zeitungen an.
Fazit: Die alten freiheitlichen Ideale wie Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit und Pluralismus spielen kaum noch eine Rolle. Der „Mainstream“ herrscht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens – den Grünen sei Dank!

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